Presse
Mittwoch, 05.05.2010Nach dem Finale ist vor dem Halbfinale: Blomberg empfängt Leipzig
In den beiden letzten Jahren kam im Pokal das Aus im Halbfinale, diesmal konnte das Team von ProVital Blomberg-Lippe diese Hürde nehmen, scheiterte dann aber im Finale gegen Bayer Leverkusen. Viel Zeit die Enttäuschung zu verarbeiten hat das Team von Andre Fuhr dabei nicht, bereits heute steht das Hinspiel im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Gegner kein geringerer als Titelverteidiger HC Leipzig, der das Final Four im Pokal verpasste und am Wochenende so Kräfte schonen konnte und sich für das Rückspiel am Sonntag eine gute Ausgangsposition erarbeiten will."Wir gehen hochmotiviert in das Spiel am Mittwoch, denn wir wollen ins Finale. Darüber hinaus hat uns Blomberg eine unserer nur zwei Saisonniederlagen beigebracht, dafür wollen wir uns zudem revanchieren", blickt Leipzigs Trainer Heine Jensen auf die Partie voraus. "ProVital hat dieses Jahr wirklich hervorragend gespielt und stand nicht umsonst im Pokalfinale. Dort war dann Leverkusen zwar überlegen, man darf aber nicht vergessen, dass der Kampf am Samstag gegen Frankfurt viel Kraft gekostet hat. Das Finale ist für uns kein Anhaltspunkt über die Stärken und Schwächen unseres Gegners", so Jensen zu den letzten Erfolgen der Blombergerinnen.
"Wir wollen in Blomberg eine gute Ausgangsposition erreichen und da wäre ein Sieg mit Sicherheit die beste Sache. Die Saison geht nun noch maximal zwei Wochen und da werden wir alle Kräfte mobilisieren, die vorhanden sind", gibt sich Jensen zudem kämpferisch. Nur etwa sechs Wochen ist das letzte Duell her, Leipzig verlor in Blomberg damals mit 23:28. Das Hinspiel hatte Leipzig mit 32:28 für sich entschieden, denn Vergleich in der Addition, der nun in den Play-offs über die Finalteilnahme entscheidet, hätte der amtierende Meister aber verloren.
Dies dürfte für Selbstvertrauen bei Blomberg sorgen, genauso wie das gewonnene Halbfinale im Pokal und der Sieg im Viertelfinale der Meisterschaft gegen Blomberg. Das Team von Andre Fuhr hat Schritte nach vorne gemacht in dieser Saison, auch wenn es im Pokal noch nicht zu einem Titel gereicht hat. Das Pokalfinale sollte am Montag jede Spielerin für sich verarbeiten, Fuhr gab trainingsfrei. Am Dienstag standen dann Videoanalyse und Taktiktraining im Mittelpunkt der Vorbereitung auf die heutige Partie. "Wir werden uns Szenen der aktuellen Leipziger Spiele, aber auch Bilder unseres Heimsieges im März anschauen", verriet Fuhr im Vorfeld Details der letzten Trainingseinheiten.
"Es geht um Leipzig und nicht um unsere Fehler vom Sonntag", will Fuhr die 23:34-Finalniederlage gegen Leverkusen unterdessen schnell abhaken. Vorfreude auf die Duelle mit Leipzig soll die Trauer über den verpassten Titel vertreiben. "Das ist das Highlight der Vereinsgeschichte. Ich freue mich auf eine volle Halle und die wohl beste Frauenhandball-Mannschaft Deutschlands", so Fuhr, der sich auf kein Wunschergebnis festlegen will: "Fürs Ergebnis des Hinspiels gibt es keine Vorgabe. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen – und dann sehen wir weiter." Und auch Kerstin Wohlbold gibt sich kämpferisch: "Wir sind gut genug, um auch gegen Leipzig ein bisschen mitreden zu können."
Quelle: Homepage hbvf







