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Samstag, 01.05.2010

Blomberg erreicht Pokalfinale - 29:27 über Frankfurt/Oder

ProVital Blomberg-Lippe hat als erste Mannschaft beim Final Four in Riesa den Einzug ins Finale des DHB-Pokals geschafft. Die Lipperinnen besiegten in einer eng umkämpften Partie den FHC Frankfurt/Oder mit 29:27 (12:11). Toptorschützin für den Endspielteilnehmer war Michaela Seiffert 8/1, für Frankfurt traf Franziska Mietzner 10/3 am häufigsten.

Der FHC musste auf Mandy Hering verzichten. Für die Nationalspielerin agierte Janine Wegner auf dem linken Flügel. Blomberg erwischte den besseren Start in die Partie, angeführt von Spielmacherin Kerstin Wohlbold, die den Auftakttreffer selbst und danach zwei weitere Assists zum 3:1 (5.) lieferte. Frankfurts Offenive fokussierte sich vor allem auf Franziska Mietzner, die Nationalspielerin erzielte die ersten vier Treffer für die Brandenburgerinnen, ehe Christine Beier mit einem Durchbruch zum 5:3 (12.) traf.

Anschließend entwickelte sich eine packende Partie, einen entscheidenden Vorteil konnte sich zunächst keine Mannschaft erarbeiten. Der FHC, der noch am Mittwoch in der Meisterschaft ein kraftraubendes Viertelfinale in Leverkusen gespielt hatte, legte zunächst den Spielstand vor, Blomberg ließ sich jedoch nicht distanzieren und kämpfte sich immer wieder zum Ausgleich heran.

Eine doppelte Überzahl, Schneider und Beier mussten bei Frankfurt auf die Strafbank, konnte Blomberg nutzen, um erneut die Führung zu übernehmen, Saskia hatte zum 11:10 (28.) getroffen. In der hart umkämpften Schlussphase der ersten Halbzeit wurden die Torabschlüsse ausschließlich von der Siebenmeterlinie durchgeführt. Franziska Mietzner scheiterte an Nancy Oldenburg, auf der Gegenseite erhöhte Annamaria Ilyes vom Strich, ehe Gubernatis zum 11:12 Pausenstand traf.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts dominierte zunächst Blomberg das Spielgeschehen. Frankfurt lag auch aufgrund zweier vergebener Strafwurfchancen zunächst mit 12:15 zurück, kämpfte sich aber postwendend zum Ausgleich heran. Die Partie lebte von der Dramatik, vor allem Mandy Burrekers brachte die Lipperinnen zur Verzweiflung und hatte mit ihren Paraden Anteil, dass Frankfurt beim 22:21 (47.) durch den zehnten Treffer von Franziska Mietzner wieder die Führung übernehmen konnte.

Der FHC versuchte mit einer 5:1-Abwehr mit Janine Wegner auf der Spitze der im zweiten Durchgang stärker werdende Blomberger Offensive Einhalt zu gebieten, das Team von André Fuhr fand aber schnell andere Lösungsstrategien, um zum Torerfolg zu kommen. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende konnte Anne Krüger vom linken Flügel die Lipperinnen beim 26:25 in Front werfen und Sabrina Neukamp legte mit einem Gegenstoß gleich das 27:25 nach. Die Oderstädterinnen kämpften, konnten aber den Rückstand nicht mehr wettmachen.

Für die endgültige Entscheidung benötigte Blomberg jedoch zwei Anläufe. Als Michaela Seiffert zum vermeintlichen 29:27 getroffen hatte, hatte André Fuhr vorher seine Auszeit beantragt. Anschließend konnte jedoch Saskia Lang den entscheidenden Treffer erzielen, der Blomberg die erste Endspielteilnahme im Pokal bescherte.

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Schmidt (Frankfurt): Glückwunsch an André. Wir wären gerne im Finale gewesen, hatten in den letzten Spielen aber kein Fortune auf unserer Seite. Ich kann meinen Girls keinen Vorwurf machen, Blomberg hat die Big Points gemacht und sind dann einfach etwas abgeklärter als wir. Wir hatten es trotzdem selbst in der Hand, es waren am Ende in der Summe einfach 2-3 technische Fehler zu viel.

André Fuhr (Blomberg): Wir haben bis zum Ende gefightet, Kleinigkeiten waren entscheidend und die waren halt dieses Jahr auf unserer Seite. Ich habe im letzten Jahr hier gesessen und gesagt - Nach Platz vier und drei möchte ich ins Finale - und das haben wir nun geschafft.

Torschützen: Mietzner (10), Beier (6), Schneider (5), Gubernatis (2), Nega (2), Paap (1), Eickhoff (1) - Seiffert (8), Neukamp (7), Lang (5), Krüger (3), Ilyes (3), Wohlbold (2), Lehnhoff (1)
: 5/9 - 4/7
Zeitstrafen: 3/3
Quelle: homepage hbvf

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