Presse

Samstag, 24.04.2010

Auf gehts, Blomberg!

Frauenhandball-Play-Off: Viertelfinalrückspiel gegen Buxtehude

Blomberg. Trotz eines 30-minütigen „Blackouts“, wie Trainer André Fuhr die Minuten 15 bis 45 nannte, hat Provital Blomberg-Lippe weiter alle Chancen: Im Viertelfinalrückspiel der Frauenhandball-Bundesliga kommt es am heutigen Samstag ab 16.30 Uhr zum zweiten Duell mit dem Buxtehuder SV. Doch Fuhr störte nicht nur die Leistung.

„Auf der Pressekonferenz hat man weiter versucht, uns die Favoritenrolle in die Schuhe zu schieben. Das konnte ich schon vor dem Spiel nicht verstehen, da beide Teams ähnlich stark besetzt sind. Und nach der Partie gab es dazu erst recht keinen Grund mehr“, begründete der Coach. Bei der 22:25-Niederlage im Schulzentrum Nord kamen die Lipperinnen mit einem blauen Auge davon. Sieben Minuten vor Schluss hatte der Rückstand acht Treffer betragen.
Mitte der zweiten Hälfte stellte Fuhr seine Deckung um. Klein, Lamein und Bülau wurden wechselweise an die kurze Leine gelegt, der BSV verlor den Rhythmus. „Am Ende hatten wir Glück und eine starke Natalie Hagel im Tor“, meinte der Blomberger Trainer.
Da Michaela Seiffert sich mit muskulären Problemen herumschlägt, verzichtete Fuhr auf seine Spielführerin in der Startformation. Später brachte er die 30-Jährige am Kreis, ab der 35. Minute im rechten Rückraum. Grund: Mirja Mißling (nur ein Tor) erwischte – mal wieder – einen schlechten Tag. Fuhr: „Seiffert zu bringen, war ein Risiko, zumal mit der Pokalendrunde viele Spiele vor uns liegen. Aber von Mirja kam viel zu wenig Druck und mir fehlten die Alternativen. Wohlbold und Lang waren auf sich allein gestellt.“ Laut ihres Trainers hat Seiffert den Einsatz gut überstanden und steht heute wieder zur Verfügung.
In der Deckung bereitete der Mittelblock – erst mit Leppert und Lang, dann mit Seiffert und Lang – große Sorgen. „Normalerweise zählt er zu den Besten in der Liga, aber wir hatten riesige Probleme. Auch um besser in die Zweikämpfe zu kommen, habe ich später umgestellt“, erläuterte der Provital-Coach.
Sollte Blomberg den Sprung unter die letzten vier Mannschaften schaffen, ginge es am Mittwoch, 5. Mai, mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Heimspiel weiter. Der Spitzenreiter der regulären Saison, HC Leipzig, steht nach einem deutlichen Sieg beim Thüringer HC (28:22) mit einem Bein im Halbfinale und wäre der Provital-Gegner.(slu)
Quelle: Lippische Landes-Zeitnug

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