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Samstag, 21.08.2010

Starke Gegner stellen sich in den Weg

Blomberg-Lippe spielt beim Turnier in Schmelz

Trägt nach der Krause-Verletzung mehr Verantwortung: Alexandra Uhlig lässt eine Gegnerin schlecht aussehen. | ArchivFoto: Cohen
Blomberg. Mirja Mißling ist zurück: Die Linkshänderin ist gestern Morgen um 9 Uhr in den Bus der Bundesliga-Mannschaft eingestiegen und feiert beim zweitägigen Turnier in Schmelz ihr Comeback. Mit vier Champions-League-Teilnehmern sowie Liga-Konkurrent Thüringer HC ist die Konkurrenz für die HSG Blomberg-Lippe bärenstärk.

"Mirja ist die beste Lösung, sie ist weitgehend eingespielt und kennt die Konzeptionen", freut sich HSG-Coach André Fuhr: "Sie hat spontan ihre Hilfe zugesagt." Laut Manager Harald Wallbaum habe der Verein aufgrund der Verletzungsprobleme auch über einen weiteren Transfer nachgedacht: "Aber der Markt ist dicht, und um eine Ausländerin zu integrieren, hätte es ein halbes Jahr gedauert. Dass Mirja zurückkehrt, ist vom Team positiv aufgenommen worden. Wir haben eine leistungsstarke zweite Mannschaft, und die Kader sind in beide Richtungen durchlässig." Die Linkshänderin, die aus privaten und Studiengründen auf Bundesliga-Handball verzichten wollte, ersetzt Nadine Krause (wir berichteten). Die Welthandballerin lässt sich in Schmelz von Physiotherapeutin Sophie Schwenke (von der M&I-Fachklinik Bad Pyrmont) behandeln und hofft, damit einer Operation aus dem Weg gehen zu können.

Neben Mißling reisen mit Xenia Smits, die in der Vorbereitung schon viele positive Akzente setzte, und Sina Ritter zwei weitere Spielerinnen der Zweiten mit nach Schmelz. Ritter ersetzt Inga Lehnhoff, deren Oberschenkelbeschwerden sich verschlimmert haben. Wallbaum geht von einer zweiwöchigen Zwangspause aus. Auf dem linken Flügel ist Franziska Müller zurück. Sie war – genau wie Caroline Thomas – zu Wochenbeginn wieder ins Training eingestiegen.


Im Tor schenkt Fuhr neben Natalie Hagel (feierte gestern 25. Geburtstag) erneut Isabell Roch das Vertrauen. Lina Kühne reist mit der zweiten Mannschaft nach Bebra. "Unter der Woche konnten wir erstmals Sechs gegen Sechs spielen. Wir wollen uns nicht an Ergebnissen messen, sondern weiter einspielen", sagt der HSG-Trainer.

Wallbaum stuft die Gegner mit den Worten "nicht unsere Kragenweite" ein und sagt über den Thüringer HC: "Ein Topfavorit für die Meisterschaft." Gegen das Team aus Bad Langensalza treten die Lipperinnen im Auftaktspiel ab 11.15 Uhr an. C.S. Oltchim Rm. Valcea (Rumänien, 2010 Champions-League-Finalist) ist der zweite Gegner (ab 15 Uhr) bei einer Spielzeit von jeweils 2x25 Minuten. Am Sonntag beginnen die Halbfinalspiele um 9.30 Uhr, das Finale ist für 16.20 Uhr vorgesehen.(slu)

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