HSG-Internat als Sprungbrett

Kinder stark machen
Die HSG unterstützt aktiv die Initiative "Kinder stark machen" der Kölner Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Keine Drogen, kein Nikotin und kein Alkohol - Sport als Ausgleich und Motor für die gesunde Entwicklung unserer Kinder!
Aktueller Hinweis

Internatbericht in der Lippische Landeszeitung
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Was macht eine junge Frau im Alter von 15, 16 oder 17 Jahren? Klar, sie geht zur Schule, lässt sich von Mama bekochen und die Wäsche machen, trifft sich mit Freunden und am Wochenende steht auch mal eine Fete an. Die Bewohner des »Handballinternats« der HSG Blomberg-Lippe haben sich für einen anderen Weg entschieden. Fern vom Elternhaus bilden der Handball und die Ausbildung den Lebensmittelpunkt.

Die Wohngemeinschaft an der Ulmenallee, in der die talentierten Spielerinnen im Alter von 16 bis 18 gemeinsam leben, wird von der HSG Blomberg-Lippe organisiert und unterhalten. Eine „optimale schulische Ausbildung unter Leistungssportgesichtspunkten“ ist das Motto der HSG für das Internat.

Nur einige hundert Meter vom Schulzentrum Blomberg und der Bundesliga-Heimspielstätte an der Ulmenallee entfernt, wohnen zehn junge Mädchen, aus allen Teilen Deutschlands nach Blomberg gezogen. Auf insgesamt ca. 500 Quadratmetern belegen sie die Vollzeitplätze, die die HSG Blomberg-Lippe anbietet. „Im Jahr 2003 sind wir mit drei Spielerinnen angefangen, inzwischen haben wir zehn Plätze und könnend damit eigentlich immer noch nicht der Nachfrage gerecht werden. Unser Internat hat sich inzwischen bundesweit einen Namen gemacht“, berichtet Trainer André Fuhr und fügt hinzu: „Es gibt kaum Probleme, das Zusammenleben läuft bestens.“

Über eine optimale handballerische Grundausbildung zum „Traumziel Bundesliga“, lautet die Devise für das Blomberger Handballinternat. Im Jahr 2008 wurde die HSG Deutscher A-Jugendmeister. Dazu erreichte der Blomberger Nachwuchs in den vergangenen Jahren gleich vier weitere Male das Endspiel um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft. 2010 nahm die B-Jugend am Final-Four um die Deutsche Meisterschaft teil. Mit Nadja Nadgornaja und Melanie Hermann wurden zwei (ehemalige) Internatsschülerinnen 2008 außerdem Juniorinnen-Weltmeister mit der Auswahl des Deutschen Handball Bundes. Ein Dutzend Spielerinnen hat in den letzten Jahren den Weg in die 1. oder 2. Bundesliga gefunden.
Das Internat war natürlich ein wichtiger Grundstock des sportlichen Erfolges.

Diese Erfolge machen für Fuhr den „Verzicht auf viele Dinge“ lohnenswert. „Natürlich verlangt eine leistungssportliche Karriere auch Entbehrungen. Aber es bleibt etwas hängen, auch später noch«, sagt der Blomberger Coach, der die Spielerinnen sechs Mal in der Woche zum Training bittet. Dazu kommen die Punktspiele. Mit diesen Umfängen möchte Fuhr die Spielerinnen für höhere Aufgaben ausbilden. „Die Mädchen versuchen ihren Traum von erster Liga und Nationalmannschaft zu leben. Wer hierher kommt braucht klare Ziele. Es gehören eine Menge Durchhaltevermögen und Zielorientierung dazu, um sich zu behaupten“, nennt der Trainer wichtige Vorausset-zungen für eine erfolgreiche duale Karriere.

Wie der Alltag aussieht, wissen die Spielerinnen ganz genau. „Wir stehen morgens auf, machen uns Frühstück und dann geht es zur Schule. Anschließend Training und Hausaufgaben. Dazu muss natürlich auch der Haushalt gemacht werden“, erzählen die Nachwuchstalente von ihrem Leben. Dabei profitieren die Spielerinnen von der engen Kooperation mit dem Hermann-Vöchting Gymnasium als Partnerschule des Leistungssports. Zehn Nachhilfestunden können genutzt werden, wenn es mal klemmt oder es beim Übergang von der abgebenden Schule zum Blomberger Gymnasium Probleme gibt. „Ich wurde zu Beginn vom Schulleiter gefragt, in welchen Fächern ich Probleme habe. Das hat hervorragend geklappt«, erzählen Ann-Katrin Kamann und t Xenia Smits, die auch durch die Spiele für die DHB-Mannschaft schon mal in der Schule fehlen, wie die Theorie in die Praxis umgesetzt wird. Koordination der Klausurtermine und Freistellungen bei Lehrgangsmaßnahmen sind mit der Schule ebenfalls problemlos umzusetzen.
Neben Handball und Schule finden die Spielerinnen aber immer noch Zeit, um gemeinsame DVD-Abende zu machen oder Schwimmen zu gehen. „Eigentlich führen wir ein ganz normales Leben“, sagt Kim Wahle, „auch wenn es eben ein paar Einschränkungen gibt. Aber wir wissen, warum wir es machen.“

Im Alltag bekommen die WGler Unterstützung von Karin Leidt und Dagmar Meinberg, die sich als „Ersatzmütter“ um die großen und kleinen Alltagssorgen der Mädchen kümmern. Jeweils zweimal kochen die beiden, an den anderen Tagen essen die Mädchen mittags in der Schulmensa oder versorgen sich selbst. „Dagmar und Karin helfen auch in organisatorischen Dingen. Unterstützen beim Einkaufen, begleiten bei Arztbesuchen oder Gesprächen mit den Lehrern. Zudem haben wir zusammen immer ein Auge auf die schulischen Leistungen. Aber fast noch wichtiger ist, dass sie immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Mädchen haben“, sagt Fuhr, der das »Internat« als Angebot für alle interessierten Handballerinnen sieht. Und was muss die Spielerin mitbringen? „Ehrgeiz, Disziplin sind mindestens genau so wichtig wie Talent. Wenn sie nicht die Bundesliga im Visier hat, ist sie bei uns falsch“, betont der HSG-Coach.

Neben den Trainingseinheiten und den Spielen in der A-Jugend-Regionalliga oder B-Jugend erhalten die ambitionierten jungen Frauen früh die Möglichkeit, Erfahrungen in der 3. oder sogar ersten Liga zu sammeln. Alle Mannschaften sind eng miteinander verbunden. Trainiert wird in möglichst homogenen, altersübergreifenden Trainings-gruppen, häufig mit individuellen Schwerpunkten.

Zur sportlichen Entwicklung kommt die persönliche. „Die Spielerinnen werden schnell erwachsen, sind unabhängig und erhalten dadurch viel Selbstvertrauen“, hat André Fuhr festgestellt.

Seit dem 01.01.1992 gibt es das Teilinternat für die Sportarten Handball und Leichtathletik in Blomberg. Es ist als Talentförderprojekt und Teilinternat durch den Landes-sportbund NRW und dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW anerkannt. Hier haben auch die heimischen Spieler/Spielerinnen die Möglichkeit an dem angebotenen Mittagessen und an der anschließenden Hausaufgabenbetreuung teilzunehmen.

Das Vollinternat besteht seit dem 01.07.2003. Im ersten Jahr wurde eine Wohnung im AWO-Erholungsheim in Eigenleistung renoviert. Die über 100 qm große Wohnung liegt in der Nähe des Schulzentrums und der Sportanlagen. Sie besteht aus drei gleichgroßen Zimmern mit Terrasse, einer Küche, einem gemeinschaftlichen Wohn/Esszimmer und 2 Bädern.


Die Außenansicht des Internatsgebäudes
Auf dem ersten Bild ist der Eingangsbereich zu sehen und auf dem zweiten hat man den Blick auf die Terrassen mit großem Garten bzw. auf die Balkone, der zum 01.07.2004 zusätzlich angemieteten Zweiten Wohnung für weitere 3 Spielerinnen ab dem sechzehnten Lebensjahr.

AußenansichtAußenansicht

Wohnbereich
Die gemeinsamen Wohnzimmer sind komplett mit einer Couchgarnitur mit Tisch sowie einer Anrichte mit einem Fernseher und Regalen ausgestattet.

WohnbereichWohnbereich

Küche und Essbereich
Die Küchen sind ebenfalls voll ausgestattet, teilweise mit Spülmaschine.
Die Waschmaschinen sind in einem Nebengebäude untergebracht und können von allen gemeinsam genutzt werden.

Die Betreuung erfolgt durch drei ehreamtliche Frauen die Ansprechpartner für Schule, Beruf und alle auftretenden Probleme sind. Die Jugendlichen wohnen in einem beaufsichtigten Selbstversorgungshaushalt. Das heißt, dass sie alle Dinge des täglichen Lebens fast selbständig meistern müssen. Frühstück und Abendessen, Wäsche waschen, putzen etc. Für ein vollwertiges Mittagessen wird 3 bis 4 mal pro Woche durch die Betreuerinnen gesorgt.
Hierdurch werden die Jugendlichen von Anfang an zur Selbständigkeit geführt und die Perönlichkeitsentwicklung positiv unterstützt.

Küche und EssbereichKüche und Essbereich

Die Zimmer
Sie werden von den Spielerinnen individuell eingerichtet und haben eine Größe von ca. 15 qm.

ZimmerZimmer

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Letztes Spiel
DJK/MJC Trier
-
HSG Blomberg-Lippe
25
:
34
14. Spieltag, Bundesliga 2011/2012 29.01.12 - 14:30 Uhr, Arena Trier

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15. Spieltag, Bundesliga 2011/2012 12.02.12 - 16:00 Uhr, Sporthalle an der Ulmenallee, Blomberg

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